Darwin, Litchfield and Brutus, the jumping croc!

Leaving Darwin in the Morning it was a 1 Hour drive to the lovely Jumping Crocodile Cruise on the Adelaide River. The tour runs 4x daily from May – Nov and its about 45$ p.P. On the way to it, or on the way back (its just a 10 Min. detour from Humpty Doo) you should stop in Coolalinga to fill up your fridge. Its an industrial area with every shop you could wish for.

Crocodile Tour

Its absolutely stunning to see the amazing crocs that close. All the crocs got names and you get a lot of information about them during the tour, our tour guide was just amazing. We were lucky and came during mating season, where the female crocs are also allowed to hunt. Check the small one jumping out below! We also met Brutus, the „monster crocodile of NT“ (he did eat a bullshark, read THIS!) who made the whole tour famous.

It is quite a drive, so be sure you take your time getting there and getting back on time. We drove down to Batchelor and stayed at the Banyan Tree Caravan Park for the night before we made our way to Litchfield Nationalpark the next morning.

Bombing Holes in Litchfield NP!

Litchfield Buley Holes

Litchfield is amazing! Make sure you go there early to avoid Tourist-Busses and to have enough time to enjoy the beauty. You can drive the sealed road easily along and stop for all the things to visit. If you just want to have a look around a day trip is enough, even though it is beautiful to camp there and you can spend easily a few days with friends. Your road will take you along the Magnetic Termine Mounds, the Buley Rockholes (my favourite place! Bring your bikini!), Florence Falls and the Wangi Falls. Around every place you have amazing tracks to walk around.  

We took the same way out (through Batchelor) and drove the 35kms to Adelaide River for the night. We stayed at a lovely station stay called Mt Bundy Station. They also have fantastic pizza, one is enough for 2 people. Don’t miss out. In the morning we checked the surroundings as it is a huge area and we saw a lot of wallaby’s jumping around behind the Showers. Beautiful scenery and nice pool area.

You are curious where we went next? Check our following days at Nitmiluk Nationalpark & Mataranka Bittersprings!

Or do you want to see the whole 6-weeks-intinerary?

Eid Ul Fitri – Das Ende von Ramadan

Ramadan. Der muslimische Fastenmonat. Damit kommt man zuhause schon das ein oder andere Mal in Berührung, trotzdem ist es in einem großteils muslimischen Land eine ganz andere Hausnummer und eine komplett neue Erfahrung für mich.

Was bedeutet das eigentlich? Einen Monat lang wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet. Essen, Trinken, Böse Gedanken, Liebkosungen.

Wie sah das für mich aus? Die ersten paar Tage gar nicht gut. Unsere liebenswerte Restaurantcrew, als auch unsere beiden lokalen Diveguides, sind am Ende. Zwischen dem Bedienen der Kunden liegen sie über Stühlen, die Augen nur halb offen und reagieren nur auf jeden zweite Ansprache. Die eh schon dünnen Indonesier haben nun noch eingefallenere Wangen und die Ärmchen verlieren noch die letzten Zentimeter an Umfang. Unsere Diveguides reduzieren ihre Tauchgänge von 2 auf 1 pro Tag und ich frag mich immer noch, wie sie überhaupt den einen hinkriegen. Seit morgens keinen Schluck Wasser – jeder weiß, wie dehydriert und durstig man nach einem Tauchgang ist. Die Jungs müssen bis abends warten.

Berbuka pasa = Fasten brechen

Nach Sonnenuntergang wird das Fasten gebrochen. Meine Hausherrin lädt mich ein, mit ihrer Familie zu essen und ich komme gern. Die genaue Uhrzeit erfahren wir per App „Muslim Pro“, zuerst wird gegessen und anschließend gebetet. Was mich verwundert ist die Vielzahl der Gerichte: mindestens 6 verschiedene Hauptspeisen werden mir angeboten. Ob das jetzt an meinem Besuch liegt oder immer so ist, kann ich nicht sagen. Fakt ist jedoch: wir schaffen es nichtmal die Hälfte der leckeren Dinge zu essen. Auch nach dem Essen sitzen wir noch lange auf dem Boden der Terrasse und unterhalten uns über religiöse Unterschiede. Ein schöner Abend.

Für Touristen auf Gili Air bedeutet Ramadan – zwischen 5 – 7 können Restaurants und Geschäfte geschlossen sein. Für den Großteil ist es in Ordnung, jedoch treffe ich auch Leute, die sich darüber beschweren. Es sei doch eine Urlaubsinsel, da müsste man auch etwas um diese Zeiten anbieten. Was man darüber denkt, muss jeder für sich selbst ausmachen. 

Mein persönliches Highlight ist jedoch die Einladung von meinem Freund Giok, den Abend des Ramadan in seiner Heimatstadt Selong (Ost-Lombok) zu verbringen. Wir treffen uns im Lomboker Hafen „Bangsal“, welchen man von Gili Air mit dem Public Boat in 20 Minuten erreicht. Es geht zu wie verrückt. Wir schnappen uns das letzte Taxi und fahren für 20 Euro gute 2 Stunden an das andere Ende der Insel. 

Angekommen in Selong tummeln wir uns durch Menschenmengen und direkt bei der Ankunft wird klar: Touristen gibt es hier nicht. In der ganzen Stadt gibt es zwei Hotels unterster Kategorie für einen ziemlich saftigen Preis. Aber mir bleibt ja nichts übrig. In der Stadt selbst erlebe ich zum zweiten Mal nach meinem Aufenthalt in Sorong, was es heißt, anders zu sein. Es ist super viel los und jeder starrt mich an. Wurde ich in West Papua herzlich als „Ausländer“ aufgenommen und um Millionen Fotos gebeten, ist man hier viel zurückhaltender. Gefühlt werde ich kritisch beäugt, auch wenn mein Freund meint, dass die Leute hier nur schüchterner sind. Wir drängen uns durch Massen in der Einkaufsmeile und er übergibt mich an eine Verkäuferin, um ein passendes traditionelles Outfit für den morgigen Tag zu kaufen. Wir finden dicke Hosen und viel zu lange Oberteile. Als man mir ein Hijab andrehen möchte und die Mädels ganz aus dem Häuschen sind, wie schön ich doch damit wäre, wird’s mir ein bisschen zu viel. Ich lehne dankend ab und sage Giok, er soll mich bitte hier nicht allein lassen. 

Die Party abends besteht aus vielen Feuerwerken, selbstgebauten Moscheen, die die Straße entlang getragen werden, Gebeten und Glückwünschen. Gegen Mitternacht treffen wir uns mit seinen Freunden, die mich trotz Sprachbarriere herzlich aufnehmen. Wir essen Nasi Campur auf dem Boden eines Betonplatzes, einer der Jungs spielt auf seiner Gitarre und alle singen mit. Gegen 2 endet die Party für mich, morgen früh geht es zum Frühstück mit der ganzen Familie.

Am nächsten Morgen dick eingepackt in traditioneller Kleidung schwitze ich schon, bevor wir das Haus verlassen. Auf der Straße werde ich wieder verwundert angesehen – im Gegensatz zu gestern fragen die Leute diesmal jedoch nach Fotos. Ob das an der Kleidung liegt? Im Zuhause der Großeltern angekommen wird die Rollenverteilung schnell klar: die Frauen und Kinder sitzen im Haus bei Tee und Keksen, die Männer sind draußen und unterhalten sich. Für mich eine merkwürdige Konstellation eines Familienzusammentreffs. Ich würde mich gern mehr mit ihnen unterhalten, aber selbst Google Translate hat hier manchmal seine Grenzen. An Gastfreundschaft mangelt es jedoch nicht – mein Kaffee ist noch nicht leer, schon wird mir der nächste hingestellt. Auch selbstgebackene Plätzchen werden mir im Minutentakt vor die Nase geschoben. Ich lerne, dass man zur Begrüßung die Hand der älteren Person gegen seine eigene Stirn hält und die Kinder der Familie machen das selbe mit mir.

Die größte Differenz ist wohl auch die Art zu Leben. Es ist nicht direkt dreckig, aber es ist anders, als alles was wir Westler (von den Locals „Bule“ genannt) kennen. Man sitzt auf alten Teppichen am Boden, die Schränke sind zum Teil mehr als kaputt, die Küchenutensilien findet man zum Teil im Hof auf einem Regal. Gekochter Reis hängt in Bananenblättern von der Decke. Ich verbringe die letzten Stunden meines Aufenthalts mit Giok und seinen Freunden. Einer von ihnen erzählt mir, er wurde vor kurzem verlassen, weil ein anderer aus dem Dorf ein schöneres Haus hat. Mir wird immer mehr bewusst, wie unterschiedlich unsere Leben sind und ich bin dankbar für diesen kleinen Einblick in ein lokales Leben und das Ende von Ramadan.

Liveaboard in Raja Ampat

Vorweg bleibt zu sagen: Das waren die 8 geilsten Tage meines Lebens. Ich selbst wäre ja nie auf den Gedanken gekommen, nach West Papua zu fliegen, aber dank eines Tauchkollegen auf Gili Trawangan habe ich ein unschlagbares Angebot bekommen. Nicht lange nachgedacht habe ich den Flug über Makassar nach Sorong gebucht und hab mich anschließend erstmal per Googlemaps erkundigt, wo ich denn da überhaupt hinfliege.

Den kompletten Artikel zu meiner Reise in Raja Ampat findet ihr auf Indojunkie.

Papua stole my heart

Wie aufregend das alles ist! Während ich auf einem Sitzsack am Strand von Gili Trawangan sitze und der Livemusik lausche, buche ich mein Ticket nach Sorong. Sorong – ich kenn bisher nur Sarong (der balinesische Rock). Flugladen.de wohl auch nicht, er gibt unter SOQ (dem richtigen Kürzel) nämlich einen Flughafen an, den es seit Jahren nichtmehr gibt. Kurz bei einem Pilotenfreund abgesichert – wo SOQ draufsteht, muss auch SOQ drin sein. Zack – und gebucht! Es geht nach Papua! Aber halt, wo ist das eigentlich?

Westneuguinea ist der indonesische Teil Neuguineas und gliedert sich in Papua und Papua Barat. Bevölkert wird der Part von Papuas und Malaien, es kommen 8 Einwohner auf den km². Auch ist es hier gerade der Schauplatz des Papuakonflikts: Das damals niederländisch-neuguineäische Westguinea wurde 1969 durch Stimmfälschungen im Staat Indonesien eingegliedert – gegen den Willen der indigenen Papua. Indonesien besetzt die rohstoffreiche Insel mit rund 25.000 Soldaten und Polizisten – auf der anderen Seite steht eine Armee mit ca. 1000 Widerstandskämpfern, die größtenteils noch mit Pfeil und Bogen der indonesischen Armee gegenübertritt. Amnesty International spricht immer wieder über Menschenrechtsverletzungen seitens Indonesien.

Klingt grauenvoll, ist es sicher auch. Aber ich fühl mich nicht unsicher. Ganz im Gegenteil. Aber zuerst ging es von Bali nach Makassar, wo wir eine Nacht im wundervollen Alhassa Hotel verbracht haben. Abends angekommen konnten wir den Blick aus dem 19.ten Stock genießen und am nächsten Morgen noch etwas Sightseeing betreiben, bevor der Flug ging. Und da war auch schon das erste Abenteuer: Am ganzen Flughafen waren wir die einzigen Touristen! Der Flughafen war nicht klein, ca. 700 – 1000 Leute schauen uns an wie Aliens. Manche versuchen unauffällig Fotos zu machen. Andere trauen sich und fragen nach einem Selfie. Als ich in der Sicherheitskontrolle mein Messer im Handgepäck habe, schickt man mich zurück, man könnte es sicher noch in das abgegebene normale Gepäck packen. Ich wundere mich – und mache das, am Schalter wird nur gelacht. Als unser Flieger nach Sorong startet, sind wir 5 Fluggäste in einer Maschine mit 52 Reihen und einer der Fluglotsen winkt uns, bis ich ihn nicht mehr sehen kann.

Angekommen in Sorong wird schnell klar, dass wir hier ein Highlight sind. 4 Koffer sind auf dem Gepäckband – zwei sind unsere Backpacks. Taxifahrer schlagen sich um uns, jeder will die einzigen Touristen abgreifen. Wir verhandeln für einen guten Deal und erreichen in Kürze unsere Gastfamilie im Homestay Peringau Kofiyau.

Und was jetzt folgt, bleibt für mich immer noch unbegreiflich: Wir laufen durch die Straßen, um die Gegend zu erkunden, und sind klar die einzigen Touristen seit langem. Jedes Auto hupt, jedes zweite bleibt stehen. Jeder Passant gibt uns seine Hand, jeder will ein Foto. Wir kommen kaum einen Meter. Roller fahren in Schrittgeschwindigkeit neben uns, damit man uns anschauen kann. Die Jungs sagen: „I love you“ und das bleibt auch das einzige an englischer Konversation. Es kommen Kinder, Frauen, Männer, Omas und Opas. Uns werden die Hände geschüttelt, auf die Schulter geklopft und ganz viel gelacht. Wir sind überfordert, jedoch keinesfalls verängstigt. Alle sind unglaublich freundlich und es scheint, dass unsere pure Anwesenheit die Menschen erfreut. Wie schön ist das bitte? Sowas hab ich noch nie erlebt.

Aber das herzerwärmendste kommt in unserem Homestay. Nach einer kurzen Verschnaufspause setzen wir uns zu den Kindern in den Garten – und binnen weniger Minuten kommt die gesamte Nachbarschaft. Mädls, die schüchtern hinter Bäumen hervorschauen, Kindern allen Alters und jeglicher Religion. Hier leben Christen und Muslime Haus an Haus. Auch die Kirche ist nur wenige Meter neben der Moschee.

Sightseeingstechnisch gibt es in Sorong nicht viel zu sehen. Der Strand und jeglicher Fluss ist voller Müll, die Menschen hier realisieren nicht, dass dies tatsächlich ein Problem darstellen könnte. Hier muss definitiv Aufklärungsarbeit geleistet werden. Was kann man hier also tun, wo es so gar nichts zu tun gibt? Die Antwort lautet UNO. Mit Google Translate übersetzen wir den Kids aus dem Dorf die Regeln und spielen den ganzen Abend UNO. Am nächsten Morgen wachen wir auf und die Hälfte der Nachbarschaft wartet schon vor der Tür. „Uno, Uno, Uno!“ 😀 Ich verschenke meine letzten Mitbringsel aus Deutschland: München-Anhänger und Schloss Neuschwanstein Handtücher für den Gewinner. Die Preise sind heißbegehrt und Haarbänder mit dem Schriftzug „München“ werden stolz um die kleinen Handgelenke getragen.

Am vorherigen Abend habe ich die Kids auf jeweils einer Unokarte unterschreiben lassen: mit Name, Datum und Ort. Das mache ich mit jedem, mit dem ich spiele, als Erinnerung sozusagen. Am nächsten Tag gibt mir einer der Jungs eine selbstgebastelte Karte mit handschriftlich „UNO“ drauf – ich soll auch unterschreiben, weil er will auch eine Karte von mir. ♥

Ich fühle mich glücklich, dass ich zwei tolle Tage hier verbringen durfte. Ich meine, jeder ist nett in Indonesien, aber hier ist es anders. Es ist so ursprünglich. Hier gibt es keine englischen Schilder, in zwei Tagen haben wir keine anderen Touristen gesehen. 143 Fotos später glauben wir, dass jetzt die ganze Nachbarschaft wissen muss, wer wir sind. An der selben Stelle fühle ich mich nachdenklich, weil klar ist, dass mein Leben zuhause auf keinen Fall so weitergehen kann. Wir beschäftigen uns mit Quatsch zuhause, der einfach nicht relevant ist. Wir haben Probleme, die keine sind. Wir haben alles, beschweren uns aber als hätten wir nichts. Sorong war definitiv eine der wertvollsten Erfahrungen bisher.

Gili Tralala – ein 4 Wochen Experiment

4 Wochen Gili T. Man kann echt nicht sagen, ich hätte es nicht versucht. Schlussendlich bleibt zu sagen, es ist nicht meine Insel. Aber fangen wir von vorne an.

Bulan empfang mich im Welcomehill Homestay – ich war der einzige Gast. Das Zimmer war super sauber und die Gastfamilie super herzlich, jedoch konnte man klar die Spuren des Erdbebens letzten Jahres sehen: der Raum ist voller Risse in den Wänden, die notdürftig übermalt worden sind. Das Haus neben meinem Haus liegt noch immer in Trümmern. Ich lasse mir sagen, dass man drauf und dran ist, die Insel wieder „herzurichten“, es aber einfach noch ein bisschen dauert. Der beliebte Nachtmarkt ist nicht mehr vorhanden, stattdessen stapeln sich Trümmer, Steine und Müll.

Was als erstes auffällt – es gibt keine Hunde auf den Gilis. Es gibt Katzen und jede Menge Ziegen. Alle Katzen haben einen verkrümmten Schwanz, der aus der Inzucht resultiert, die sich auf der Insel so ereignet. Mittlerweile gibt es jedoch tolle Organisationen, wie Cats of Gili, die sich um Kastrationen und Impfungen kümmern.

Für mich ist nach meiner Zeit im hinduistischen Bali alles ziemlich ungewohnt – die Moschee weckt mich pünktlich um 5 Uhr morgens, die Locals sind reservierter (nicht unfreundlich, aber einfach anders) und die Insel ist voll von Partytouristen. Sobald ich meine Hood im Localviertel verlassen habe, gelange ich an die Hauptstraße am Strand – und mir strömen schon um 13 Uhr halbnackte Engländer tanzend auf Mushrooms entgegen.

Zwei Mal bin ich ausgegangen, das erste Mal davon wurde mir irgendwas ins Getränk gemixt. 9 Mal habe ich mich am darauffolgenden Tag übergeben – und zwei Tage konnte ich nichts essen. Ich glaub, mir gings selten so elend. Auch mit dem einzig auf den Gilis erlaubten Shot Vodka Joss kann ich mich nicht anfreunden. Ich hab am nächsten Tag das Gefühl als krieg ich einen Herzinfarkt. Vielleicht bin ich für Gili T auch einfach zu alt 😀

Es gibt schöne Ecken, vorallem der Westen, wo sich viele Resorts befinden und man einen tollen Sonnenuntergang anschauen kann. Meine Hotspots waren definitiv The Exil und essentechnisch war Jalis unschlagbar. Bitte probiert den Karottenkuchen, wenn ihr dort seid. Mein Lieblingswarung für leckeres und günstiges Essen war Oh Warung.

See you Gili Trawangan.

Nach 4 Wochen testen kann ich sagen: Man muss Gili Trawangan nicht machen. Ich hab nette Leute kennengelernt und hatte schon ein paar coole Tage, aber im großen Ganzen kann man sich die Insel sparen. Nur einen Kilometer weiter findet ihr das Paradies: Gili Air und Gili Meno. Ich switche mit meinen Divemasterprogramm auf die Insel Gili Air. So nah und doch 180° anders. Ich werde berichten!

Auf Tauchkurs in Amed

3 Tage frei von Hunden & Hühnchen – auf in neue Abenteuer. Mit dem Roller gings 3 ungemütliche Stunden in den Nordwesten Balis – hat dann aber auch nur 2€ Tank gekostet anstatt 17,50€ Shuttlebus pro Person. Roller fahren macht hier einfach Sinn. Nach zahlreichen Fahrten über Reisfelder (ohja, nicht nur Ubud hat welche) waren wir die Attraktion des Dorfes. Egal, wo wir hingegangen sind – wir waren die einzigen. Es fühlt sich an, als würde die Zeit in Amed stehen bleiben. Ob es daran liegt, dass man stundenlang den Ausblick vom Strand auf den aktiven Vulkan Agung werfen kann oder sich nett mit Einheimischen unterhält, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall geht hier alles einen Ticken langsamer.

Der überschauliche Ort ist zugepflastert mit Tauchschulen, ich komm mir ähnlich vor wie auf Koh Tao, und wir versuchen, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Das haben wir dann auch mit Dissini Dive/Fun Divers, 750k für 2 Tauchgänge (etwa 23 Euro je), super Equipment und nette Crew. Der Tauchgang an sich ist dann grandios – zuerst DropOff und dann das berühmte USS Liberty Wrack.

Das Schiff wurde von den Japanern abgeschossen und sollte zurück nach Hause abgeschleppt werden, kurz vor Tulamben ist es jedoch mit Wasser vollgelaufen und musste somit am Strand abgelegt werden. Über die Jahre blätterte die Schiffsfarbe ab, was es nun zu einem Unikat unter Wasser macht, denn durch die fehlende Farbe konnten sich Korallen ansetzen. Durch einen Ausbruch des Vulkans Agung und dessen Erschütterungen rutschte das am Strand liegende Wrack ins Meer – wo es bis jetzt auf der rechten Seite gekippt liegt. 

Ich kann mir vorstellen, dass es hier in der Hauptsaison unerträglich voll ist, die USAT Liberty ist halt auch das Tauchziel in Bali. Schon in ein paar Metern tiefe kann man riesige, farbenfrohe Korallenriffe bestaunen, was auch den Safetystop am Ende super kurzweilig machte. 

Übernachtet und voll zufrieden war ich im Bali Relax Cafe & Homestay. Das beste Essen gabs im Warung Nikmat – große, leckere Portionen für nen Backpackerpreis! Leider sind wir nur 2 Tage geblieben, Amed schreit auf jeden Fall nach Wiederholung, um dem ganzen Verkehrstrubel Balis mal vollkommen zu entkommen. Muss man sehen!

Reingewaschen & frisch angezogen!

Was für ein schöner Tag beim Pura Tirta Empul! Er ist einer von neun Staatstempeln und somit einer der wichtigsten auf der ganzen Insel. Tirta Empul bedeutet übrigens „sprudelnde Quelle“. Neben dem Tempel befinden sich Quellbecken, wo Hindus regelmässig vorbeikommen, um sich von Problemen und Krankheiten reinzuwaschen. Jede der Fontänen hat seine eigene Bedeutung (eine z.B. gegen Alpträume), doch die genaue Zuordnung ist nicht mehr wirklich bekannt.

Wir waren zu viert, Magalie, Trishka, Eva und ich. Geleitet von den Balinesinnen haben wir zuerst Opfergaben gebracht, uns dann im heiligen Wasser reingewaschen und anschließend mit den beiden im Tempel gebetet. Es war eine tolle Erfahrung zu sehen, wie uns die Hindus ohne wenn und aber an Ihren Ritualen teilnehmen lassen – davon kann man sich zuhause noch ne Scheibe abschneiden!

Ubud – Om Shanti!

3 Tage Ubud standen auf dem Programm und ich war ganz gespannt auf das kleine „Hipster-Yoga-Örtchen“. Vor Ort wars dann eher stressig und auch eher teuer, so ganz gekriegt hat es mich nicht. Was überragend war, sind natürlich die Reisfelder, Wasserfälle und der Monkey Forest. Ich finde 3-5 Tage Ubud sind ein guter Plan, länger würde ich dort nicht bleiben wollen.

3 Tages Trip nach Ubud
Monkey Forest in Ubud

Klassisch verfahren hab ich mich am ersten Tag, was mich aber zu wunderbaren, einsamen Reisfeldern und einem wunderbaren Restaurant mitten im Dschungel geleitet hat. Am Abend hab ich mich mit Monica aus Spanien und Jig aus New York getroffen. Beide ganz süße Personen, Monica macht viel Workaway und hat eigentlich als Aupair gearbeitet, Jig is Flugbegleitet bei DeltaAir. Am nächsten Tag haben wir uns mit weiteren Couchsurfern zum Besuch des Wasserfalls verabredet – was aber eher chaotisch war. Man klickt halt doch nicht mit jedem und obwohl alle nett waren, war ich dann doch froh, abends wieder mit den beiden allein zu sein. Im Dewa Warung haben wir super gut zu Abend gegessen und Amelie aus Rosenheim kennengelernt. War schön, mal wieder Deutsch zu sprechen!

Legong Dance im Ubud Palace

Meine Unterkunft war nicht der Hit, daher keine Empfehlung, aber Monica war im „In da Loge Hostel“ und super zufrieden. Dort werde ich das nächste Mal übernachten – nächstes Mal steht viel Yoga auf dem Plan. Seid gespannt!