4 Wochen Gili T. Man kann echt nicht sagen, ich hätte es nicht versucht. Schlussendlich bleibt zu sagen, es ist nicht meine Insel. Aber fangen wir von vorne an.

Bulan empfang mich im Welcomehill Homestay – ich war der einzige Gast. Das Zimmer war super sauber und die Gastfamilie super herzlich, jedoch konnte man klar die Spuren des Erdbebens letzten Jahres sehen: der Raum ist voller Risse in den Wänden, die notdürftig übermalt worden sind. Das Haus neben meinem Haus liegt noch immer in Trümmern. Ich lasse mir sagen, dass man drauf und dran ist, die Insel wieder „herzurichten“, es aber einfach noch ein bisschen dauert. Der beliebte Nachtmarkt ist nicht mehr vorhanden, stattdessen stapeln sich Trümmer, Steine und Müll.

Was als erstes auffällt – es gibt keine Hunde auf den Gilis. Es gibt Katzen und jede Menge Ziegen. Alle Katzen haben einen verkrümmten Schwanz, der aus der Inzucht resultiert, die sich auf der Insel so ereignet. Mittlerweile gibt es jedoch tolle Organisationen, wie Cats of Gili, die sich um Kastrationen und Impfungen kümmern.

Für mich ist nach meiner Zeit im hinduistischen Bali alles ziemlich ungewohnt – die Moschee weckt mich pünktlich um 5 Uhr morgens, die Locals sind reservierter (nicht unfreundlich, aber einfach anders) und die Insel ist voll von Partytouristen. Sobald ich meine Hood im Localviertel verlassen habe, gelange ich an die Hauptstraße am Strand – und mir strömen schon um 13 Uhr halbnackte Engländer tanzend auf Mushrooms entgegen.

Zwei Mal bin ich ausgegangen, das erste Mal davon wurde mir irgendwas ins Getränk gemixt. 9 Mal habe ich mich am darauffolgenden Tag übergeben – und zwei Tage konnte ich nichts essen. Ich glaub, mir gings selten so elend. Auch mit dem einzig auf den Gilis erlaubten Shot Vodka Joss kann ich mich nicht anfreunden. Ich hab am nächsten Tag das Gefühl als krieg ich einen Herzinfarkt. Vielleicht bin ich für Gili T auch einfach zu alt 😀

Es gibt schöne Ecken, vorallem der Westen, wo sich viele Resorts befinden und man einen tollen Sonnenuntergang anschauen kann. Meine Hotspots waren definitiv The Exil und essentechnisch war Jalis unschlagbar. Bitte probiert den Karottenkuchen, wenn ihr dort seid. Mein Lieblingswarung für leckeres und günstiges Essen war Oh Warung.

See you Gili Trawangan.

Nach 4 Wochen testen kann ich sagen: Man muss Gili Trawangan nicht machen. Ich hab nette Leute kennengelernt und hatte schon ein paar coole Tage, aber im großen Ganzen kann man sich die Insel sparen. Nur einen Kilometer weiter findet ihr das Paradies: Gili Air und Gili Meno. Ich switche mit meinen Divemasterprogramm auf die Insel Gili Air. So nah und doch 180° anders. Ich werde berichten!

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